Als letzte Gruppe für die Vorträge zu Internationalen Produktprofilen, hatten wir kurz vor Weihnachten die Aufgabe „Dornfelder & Co“ vor unseren Kommilitonen vorzustellen.
Doch welche Rebsorte  stellt man neben einen Dornfelder?
Uns war schnell klar, dass wir dabei keine große, internationale Sorte nehmen sollten und so fiel unsere Wahl auf Lemberger. Die Ergebnisse waren beeindruckender, als wir anfangs vermuteten.

Dornfelder ist für den reinen Ausbau eine stark kritisierte Rebsorte, jedoch voll zu Unrecht.
1955 gezüchtet, wurde sie lange Zeit nur als „Färbertraube“ für eine intensivere Farbe bei sonst doch recht hellen deutschen Rotweinen verwendet. Da Dornfelder auch in kühlem Klima sehr körper- und farbstoffreiche Rotweine mit einer guten Säurestruktur hervorbringt und dabei auch noch sehr ertragsreich ist, wurde Sie lange für den Massenweinbau genutzt und geriet so in Verruf.
Doch mittlerweile setzten einige Winzer auf die tiefrote Schönheit und so liegt Dornfelder auf Platz 4 der meistangebauten Rebsorten in Deutschland. Allerdings auch nur da. Denn abgesehen von 20 ha in der Schweiz, wird Dornfelder nirgends sonst auf der Welt angebaut.
Bei unserem Store Check  bemerkten wir vor allem, dass Dornfelder immer noch Schwierigkeiten hat, über sein „Rentnerimage“ hinweg zu kommen, denn der teuerste Dornfelder, den wir Il suddetto bonus verra accreditato previa richiesta effettuata via mail al casino Aams spcificando il codice ‘senzarichi30′. fanden, hatte gerade mal einen Preis von 30,50 €.
Im Glas finden sich je nach Ausbau (Holzfass oder Edelstahltank) Aromen von Kirsche, Himbeere, schwarzer Johannisbeere, Nelken und Bitterschokolade.

Lemberger wird auch über die deutschen Grenzen hinaus, vor allem in Österreich und Ungarn angebaut. Dort trägt er den Namen Blaufränkisch oder Kékfrankos.
Lemberger ist im Gegensatz zu Dornfelder, eine anspruchsvolle Rebsorte, wenn es um Klima und Boden geht. Er bevorzugt vor allem warme und windgeschützte Standorte und ist empfindliche gegen Spätfrost.
Aus diesem Grund gedeiht er so besonders gut im „Blaufränkischland“, dem Mittelburgenland in Österreich und im benachbarten Ungarn. Durch den Einfluss des pannonischen Klimaausläufers, herrscht dort ein mediterranes Klima. Das bringt dem Blaufränkisch auch schon mal Namen ein, wie „Der Ösi-Burgunder“.
Das Angebot im Handel ist für Lemberger/Blaufränkisch breit gefächert und er erreicht Preise bis zu 65,00 € / Flasche.
Auch hier findet man im Glas Aromen von dunklen Früchten, wie Brombeeren und Holunder, aber auch Kirsche, Pflaume und Pfeffer.

Bei dem sensorischen Teil wurden folgende Weine verkostet:

Weinmanufaktur Montana
2009 Dornfelder QbA
Preis: € 14,50
Weinmanufaktur Montana
2010 Dornfelder QbA
Preis: € 14,50
Weingut Gutzler
2005 Flur 1 Nr. 361, Dornfelder QbA
Preis: € 30,50
Penny; Weinzunft Weinkellerei GmbH
2011 Dornfelder
Preis: € 1,99
Netto; Weingold (Cavelli GmbH)
2010 Dornfelder QbA
Preis: € 3,99
Jupiter Weinkeller
2010 Maecenas, Lemberger QbA
Preis: € 15,50
Domaine Pöttelsdorf
2009 Fass 2 Blaufränkisch QbA
Preis: € 7,60
F.W. Langguth und Erben
2010 Erben Dornfelder
Preis: € 3,99
Weingut Stadt Stuttgart
2008 Lemberger, Barrique, QbA
Preis: € 24,50
Weingut Tesch
2008 Patriot, Blaufränkisch
Preis: € 65,-
WZG Möglingen
Lemberger QbA
Preis: € 4,19
Weingut Weninger
2009 Soproni Kekfrankos
Preis: € 7,-


Nach dem DLG-Punkteschema erzielten folgende Weine die höchste Beurteilung:

  1. Jupiter Weinkeller
    2010 Maecenas, Lemberger QbA
  2. Weingut Tesch
    2008 Patriot, Blaufränkisch
  3. Weingut Weninger
    2009 Soproni Kekfrankos

 

Wie man an der sensorischen Beurteilung sehen kann, war ein recht spezifisches Geschmacksprofil sehr beliebt.

 

Wir möchten uns recht herzlich bei jenen Weingütern bedanken, welche mit Sponsoring von Flaschen die Verkostung noch abwechslungsreicher gestaltet haben.

Niko Elencevski, Carsten Hoffmann, Karoline Linka, Jessica Schönfeld, Bernhard Weiler


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