12.11.2012 – Pressemitteilung Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Wiesbaden – Als Gütesiegel für das Konzept der Landesregierung hat die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, das Gutachten des Wissenschaftsrats zum Gründungskonzept der Hochschule Geisenheim bezeichnet: „Ich freue mich sehr über diese Bestätigung des eingeschlagenen Wegs zur Zusammenführung der Forschungsanstalt Geisenheim und des Fachbereichs Geisenheim der Hochschule RheinMain in eine eigenständige Hochschule zum 1. Januar 2013.“

Der Wissenschaftsrat – das Gremium berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und Forschung – hat das Vorhaben auf Bitten der Landesregierung begutachtet und bei seiner Herbsttagung in Hamburg erklärt, dass das Gründungskonzept „gute Voraussetzungen zur erfolgreichen Entwicklung dieser Hochschule“ biete.

Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Die Gründung der Hochschule Geisenheim ist ein Beispiel für die Erprobung neuer Hochschultypen und -formate, die weder dem Regelfall der Fachhochschule noch dem der Universität entsprechen, und folgt damit den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Differenzierung der Hochschulen.“ Die Forschungsanstalt Geisenheim und der Fachbereich Geisenheim der Hochschule RheinMain pflegten seit den 1980er Jahren eine intensive Kooperation. Daher werde die Zusammenführung von Forschung und Lehre am Standort Geisenheim als sinnvolle Institutionalisierung einer seit Langem gelebten Praxis bewertet.

„Hessen gründet erstmals seit Jahrzehnten nicht nur eine neue, sondern eine Hochschule neuen Typs in staatlicher Trägerschaft. Das zeigt, dass das Land bereit und in der Lage ist, auf Herausforderungen in der Wissenschaftslandschaft eine angemessene Antwort zu finden“, hob Kühne-Hörmann hervor. Für die Angehörigen der neuen Hochschule Geisenheim bedeute das vor allem, dass künftig Lehre und Forschung nicht nur örtlich, sondern auch organisatorisch zusammengeführt werden. Das ermöglicht eine bessere gegenseitige Beeinflussung und Abstimmung von Lehre und Forschung und damit noch bessere Entwicklungsperspektiven. Außerdem werde durch die Schaffung einer selbständigen Hochschule die nationale und internationale Wahrnehmung erhöht. „National halte ich das für besonders bedeutsam, um die Position gegenüber neuen und teils aus der Retorte geschaffenen Studienangeboten im Wettbewerb deutlich zu machen. International verspreche ich mir davon weiter verbesserte Kooperationsmöglichkeiten“, sagte die Ministerin.


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